Das Kreuz in die Mitte! -
Predigt über Offenbarung 5,6-9 zum Abschluss der
Allianzgebetswoche 2007
6 Und ich sah mitten zwischen dem
Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein
Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben
Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande. 7 Und
es kam und nahm das Buch aus der rechten Hand dessen, der auf dem Thron
saß. 8 Und als es das Buch nahm, da fielen die vier Gestalten und
die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem Lamm, und ein jeder
hatte eine Harfe und goldene Schalen voll Räucherwerk, das sind
die Gebete der Heiligen, 9 und sie sangen ein neues Lied: Du bist
würdig, zu nehmen das Buch und aufzutun seine Siegel; denn du bist
geschlachtet und hast mit deinem Blut Menschen für Gott erkauft
aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen.
Liebe Geschwister,
als Gekreuzigter – und nur als Gekreuzigter – ist Jesus der Herr der
ganzen Welt. Der, der unser uneingeschränktes Vertrauen und unsere
respektvolle Anbetung verdient. Und der, der wiederkommen wird zu
richten die Lebenden und die Toten. Wie stehen wir zu diesem
gekreuzigten Herrn?
1. Der gekreuzigte Christus – im Mittelpunkt
Dieser Text aus der Offenbarung ist voller Bilder und biblischer
Anspielungen. Die Offenbarung insgesamt ist wahrlich nicht leicht zu
verstehen. Aber wer sich die Mühe macht, wer etwas Zeit und
Gedankenkraft aufwendet, der kommt ins Staunen – ins Staunen
darüber, wer unser Herr ist. Und was er mit uns und der Welt
vorhat. Ich will nun nicht alles Wort für Wort erklären,
sondern einige Grundgedanken herausgreifen.
Die ganze Szene spielt sich in einem Raum ab, der für uns schier
unbegreiflich ist: Wir werden direkt vor den Thron Gottes geführt,
und erhalten einen kleinen Einblick darin, was dort, in dieser
herrlichen, unsichtbaren Welt abläuft. Versuchen wir eine
"Ortsbeschreibung", soweit das überhaupt möglich ist: In der
Mitte steht der Thron Gottes. Rund herum die "Ältesten",
offensichtlich Engel, die Diener Gottes in seiner unsichtbaren Welt.
Zur Rechten Gottes, mitten unter den Engeln, steht ein Lamm, "wie
geschlachtet". Auf dieses Lamm wollen wir uns konzentrieren. Auf dieses
Lamm hat sich die Kirche von Anfang an konzentriert. Und so war auch
das siegreiche Lamm z.B. schon immer ein Thema der kirchlichen Kunst ("Agnus Dei" s. das Bild).

Wer sich etwas in der Bibel umschaut, der erkennt im geschlachteten
Lamm sofort unseren Herrn Jesus Christus wieder. Schon im Alten
Testament spielt das Lamm eine wichtige Rolle: In der Nacht, als das
Volk Israel aus der ägyptischen Sklaverei freikommen sollte. Da
hatten sie sie vorher ein Lamm zu schlachten, das Passalamm (2. Mose
12). Ein Jahrhundert, ein Jahrtausend, und noch viel mehr vergeht.
Unser Herr Jesus Christus sitzt mit seinen Jüngern zum letzten
Abendmahl zusammen. Und da erklärt er ihnen: Eigentlich bin ich
dieses Passalamm. Ich soll am Kreuz geschlachtet werden. Mein Blut soll
dort vergossen werden – für euch, damit ihr vom Gericht Gottes
verschont werdet. Damit ihr frei werdet von der schlimmsten Sklaverei
überhaupt: von eurer Sünde, vom Tod, und vom Teufel.
Noch ein Beispiel: Jahrhunderte nach dem ersten Passafest, lange bevor
Jesus auf unsere Erde kam, sagt der Prophet Jesaja im 53. Kapitel: "6
Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg.
Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn. 7 Als er gemartert
ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm,
das zur Schlachtbank geführt wird; und wie ein Schaf, das
verstummt vor seinem Scherer, tat er seinen Mund nicht auf." Der Text
redet – lange Zeit vor Christi Geburt – so offensichtlich vom
gekreuzigten Christus. Vom geschlachteten Lamm. Er redet so deutlich
davon, dass er in vielen jüdischen Synagogen bis heute nicht
gelesen wird – obwohl er zur hebräischen Bibel der Juden
dazugehört, wie überhaupt unser ganzes Altes Testament. Ob
sie den Hinweis auf ihren Messias nicht ertragen können, und es
deshalb nicht lesen lassen? (vgl.
z.B. http://juden.judentum.org/judenmission/jesaja-3.htm )
Für uns Christen dagegen war die Verheißung bei Jesaja schon
immer ein Hinweis darauf: Gott hatte schon lange vor dem Jahr 0
geplant, dass er seinen Sohn schicken wollte, den Retter, den Messias.
Und er hatte von Anfang an ebenso geplant, dass er sterben sollte
für unsere Sünden – wie ein Lamm, das geschlachtet wird.
Diese biblischen Hinweise sollen uns genügen, damit wir wissen:
mit dem geschlachteten Lamm in der Vision, in der Schau des Johannes.
Damit ist unser Herr Jesus Christus gemeint. Der auch in der
himmlischen Herrlichkeit immer noch die Wundmale des Gekreuzigten
trägt, unverkennbar und für alle Zeiten. Und als der, als der
Gekreuzigte, als der wird er auch angebetet - so, und nur so.
Es ist ungefähr 15 Jahre her, da war ich noch jung und voller
Tatendrang, und wollte für einige Wochen an einem Missionseinsatz
im Ausland teilnehmen. So richtig mit Strassenevangelisation,
wildfremde Leute ansprechen und ihnen christliche Schriften
überreichen usw. - also genau das, was ich eigentlich nicht
besonders gut kann. Aber wie gesagt, damals war ich noch jung und
voller Tatendrang... Bevor wir in den Auslandseinsatz fuhren, sollten
wir in einem einwöchigen Kongreß zugerüstet werden. Das
war schon ein Erlebnis, mit so vielen jungen Leuten aus so
verschiedenen Ländern. Besonders viel Wert legte man auf die
geistliche Begleitung, auf Gottesdienste und Vorträge. Und da –
bei den Gottesdiensten. Da wurde mir auf einmal höchst mulmig
zumute. Irgendetwas stimmte nicht bei diesen Jubelgesängen, wo zu
poppiger, eingängiger Musik Jesus angebetet und als Herr angerufen
wurde. "Chorusse" nennen manche diese Art von Liedern.
Bis ich merkte: dieser Jesus, der auf seinem Thron bejubelt wurde, war
nicht so ganz der Gleiche, an den ich bis dahin geglaubt hatte. Es
fehlte etwas Entscheidendes bei diesen Jubelgesängen. Es fehlte
die Botschaft vom Kreuz und von der Erlösung. Wenn ich mich
richtig erinnere, hatte ich mein gutes altes Gesangbuch im Rucksack, da
habe ich dann für mich, zum Ausgleich, Passionslieder von Paul
Gerhardt und anderen gebetet, das hat mir ganz gut durchgeholfen. Sie
wollten es im nächsten Jahr besser machen, hatte mir der
Missionsleiter später noch geschrieben – ob sie es dann auch getan
haben, konnte ich nicht überprüfen.
Nun, es redet sich natürlich besonders leicht über andere,
die weit weg sind. Deshalb wollen wir die Frage einmal auf uns
anwenden: Steht in unserem persönlichen Glauben? Steht in unseren
Gottesdiensten? Steht da noch Christus im Mittelpunkt, und zwar als der
Gekreuzigte? Denken wir daran: Er wird angebetet als das geschlachtete
Lamm. Als dem Gekreuzigten gebührt ihm alle Ehre.
Ich muß ehrlich sagen: Ich singe auch gern einmal neue,
"fetzige" Lieder. Als Student habe ich sogar in einer christlichen Band
mitgespielt - sicher musikalisch nicht sehr gut, doch es kam von
Herzen... Aber wenn ich dann unsere Gesang- und Liederbücher
durchschaue, gerade wenn ich die neuen Lieder durchschaue, und ich
suche nach der Botschaft vom gekreuzigten Christus. Nach der Botschaft
von der Erlösung. Dann erlebe ich regelmäßig
ernüchternde Ergebnisse. Ob das Lieder sind für Erwachsene.
Oder christliche Kinderlieder nach der Machart "Piep, piep, piep - Gott
hat uns alle lieb". Sie sind alle nicht unbedingt falsch, nicht
schlecht – aber irgendwie ist die Mitte nicht mehr der gekreuzigte
Christus. Jedenfalls singt man nicht mehr ausdrücklich von ihm. Es
fehlen die Verse, wo man jubelt: Jesus ist am Kreuz für unsere
Sünden gestorben - Halleluja! So, wie bei Martin Luther, Paul
Gerhardt, Charles Wesley und vielen anderen.
Aber Lieder sind ja nur ein Symptom für eine geistliche Tatsache.
Um es einmal im Bild zu sagen: Beim Auto, da müssen
regelmäßig die Räder "ausgewuchtet" werden. Das Rad
muss so eingestellt, so justiert sein, dass es genau im Zentrum steht.
Wenn da etwas nicht genau stimmt, dann kann u.U. schon bei geringen
Geschwindigkeiten der Wagen so ins Schütteln und Wackeln geraten,
dass man am besten gleich umkehrt und eine Werkstatt aufsucht.
Ich denke, auch die christliche Kirche, die christliche Gemeinde
braucht eine regelmäßige "Neujustierung". Und ebenso braucht
das mein persönlicher Glaube: Eine geistliche Besinnung. Eine
Klarstellung, bei der die Mitte wirklich wieder ins Zentrum gestellt
wird: Der gekreuzigte Christus. Das siegreiche Lamm, das für uns
geschlachtet wurde. Wie schrieb Paulus seinen Korinthern: "Denn ich
hielt es für richtig, unter euch nichts zu wissen als allein Jesus
Christus, den Gekreuzigten." (1. Korinther 2:2) Der Herr schenke uns
eine regelmäßige "geistliche Auswuchtung", damit unser
Glaubensleben und unser kirchliches Leben wirklich "rund läuft".
Wohl dem, bei dem die Mitte auch im Zentrum bleibt.
2. Das Buch des Lammes
Die Schau des Johannes ist voller weiterer, bedeutungsvoller Bilder.
Wir können natürlich unmöglich alle erklären, wenn
diese Predigt nicht bis in die Abendstunden dauern soll... Wir wissen
nun: das Lamm, das ist der gekreuzigte Jesus Christus. Ich möchte
eine einzige weitere Einzelheit herausgreifen: Das Buch.
Jesus nimmt hier ein versiegeltes Buch aus der Hand dessen, der auf dem
Thron sitzt. Es wird ihm also von Gott, dem Vater, selbst
übergeben. Was ist das für ein geheimnisvolles Buch? Warum
darf keiner seine Siegel öffnen und hineinschauen? In dem
Augenblick, in dem Christus das Buch nimmt, fallen die Engel vor ihm
nieder und beten ihn an, singen ihm ihr Loblied: Du bist würdig,
zu nehmen das Buch, du darfst seine Siegel öffnen und es lesen.
Und wenn man etwas vor unserem Predigttext nachliest, dann stellt man
fest: Er, Jesus Christus allein, ist würdig - sonst niemand.
Wenn man sich etwas in der Offenbarung umschaut, dann kommt man recht
bald auf eine Erklärung: Dieses Buch ist ein Namensverzeichnis. Es
handelt sich gewissermaßen um ein "himmlisches Melderegister".
Aus vielen Jahrtausenden sind unzählig viele Namen (Offenbarung
7:9ff) verzeichnet: Es handelt sich um die Namen aller gläubigen
Menschen, die jemals gelebt haben.
"Wer überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan
werden, und ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des
Lebens, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor
seinen Engeln." (Offenbarung 3:5) So sagt Jesus im fünften der
Sieben Sendschreiben, zwei Kapitel vorher. Wohl dem, dessen Name in
diesem Buch verzeichnet ist! Denn es heißt gegen Schluß der
Johannesoffenbarung (20:15) "Und wenn jemand nicht gefunden wurde
geschrieben in dem Buch des Lebens, der wurde geworfen in den feurigen
Pfuhl." - anders ausgedrückt: Er kommt in die Hölle. Dagegen
heißt es etwas später über den Himmel (21:27): "Und
nichts Unreines wird hineinkommen und keiner, der Greuel tut und
Lüge, sondern allein, die geschrieben stehen in dem Lebensbuch des
Lammes."
Wenn wir das mit in Betracht ziehen, dann wissen wir, warum Jesus
allein dieses Buch öffnen darf. Beten wir doch im
Glaubensbekenntnis: Er - Jesus - sitzt zur Rechten Gottes, des Vaters.
Von dort wird er kommen zu richten die Lebenden und die Toten. Dieses
Buch mit den sieben Siegeln ist also das Buch, das beim Jüngsten
Gericht geöffnet wird. Er allein, Jesus, der Richter der Welt,
darf es öffnen. An dem Tag, wenn sich noch einmal alle Menschen
vor seinem Thron versammeln müssen.
Wie kann ich das nun für mich persönlich verstehen? Nun, auch
wenn ich jedem von uns viel Gesundheit und ein möglichst langes,
gutes Leben wünsche. Aber stelle es dir einfach einmal vor: Das
letzte Kapitel deiner Lebensgeschichte ist geschrieben. Vielleicht
heute, vielleicht morgen, vielleicht in einigen Jahren. Das letzte
Kapitel ist geschrieben. Die Geschichte ist zu Ende. Der Abspann folgt,
einige Anmerkungen. Und dann der hintere Buchrücken. Das Buch wird
geschlossen... - aber halt! Es fehlt ja noch das entscheidende
Nachwort, "Epilog", wie es in manchen Büchern heißt. Dort
steht, wie du vor den treten musst, der dich geschaffen hat. Jesus
Christus sitzt auf dem Thron des Weltrichters, er nimmt das Buch in die
Hand. Und er sucht deinen Namen. Er geht alle Namen durch, er schaut,
und... Und dann?
Ja, wie es dann weitergeht, diese Frage kann ich dir nicht beantworten.
Ich weiß nicht, ob du zu denen gehörst, von denen es hier
heißt: Denn du, Jesus, hast mit deinem Blut Menschen für
Gott erkauft aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und
Nationen. Ich weiß nicht, ob dein Name in diesem Buch verzeichnet
ist. Nein - diese Frage kann ich dir nicht beantworten. Ich weiß
nur: Jesus Christus, das siegreiche Lamm. Der, der sein Blut für
uns vergossen hat. Er ist auch der Richter der Welt. Er ist mein
Richter. Er ist dein Richter. Und jeder muß einmal vor ihn treten
- wenn seine Lebensgeschichte fertig geschrieben ist.
Ob du Atheist bist oder Christ. Ob gläubig oder ungläubig. Ob
im Herzen mit Jesus verbunden, oder nur dem äußeren Schein
nach. Jeder wird einmal vor ihn treten. Und es bleibt die Frage: Was
wird das für ein Tag werden für mich? Wird das ein Tag des
Schreckens? Wenn Jesus mich dann ernst anschaut, den Kopf
schüttelt? Und mir bleiben alle Worte im Hals stecken - weil mein
Name nicht vorgelesen wurde? Oder wird das ein Freudentag sein, wenn
dieser Moment kommt - und er meinen Namen aufruft? Meinen Namen, der in
seinem Buch verzeichnet ist? Ja, eine größere Freude kann es
kaum geben. Wenn er dort deinen Namen liest, und dann sagt: Lieber...,
liebe ..., es ist soweit. Komm herein zu mir, in meine himmlische
Herrlichkeit. Und du möchtest gern mitjubeln, mitjubeln mit diesem
"neuen Lied" vom Sieg unseres Herrn, und einstimmen in den Lobgesang
der Engel.
Nun, wie komme ich hier zu einer persönlichen Klärung?
Zunächst muss ich mir noch einmal klar werden über die Natur
dieses Buches, auch darüber, was es nicht ist. Es ist mit
Sicherheit nicht das Kirchenbuch bzw. Gemeindegliederverzeichnis meiner
Kirchengemeinde. Es ist auch nicht das Taufregister, wo alle Getauften
- egal, ob Großgetaufte oder "Kleingetaufte" - verzeichnet sind.
So manche, die eine Taufurkunde besitzen, werden trotzdem nicht im
"Buch des Lammes" zu finden sein. Es ist auch nicht das Verzeichnis
aller derer, die sich bemüht haben, ein anständiges Leben zu
führen, denen "niemand etwas nachsagen kann".
Denken wir noch einmal an das Wort Jesu aus den Sendschreiben: "Wer
überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan werden, und
ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens, und ich
will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln."
(Offenbarung 3:5) Wer überwindet... Wie kann ich denn
überwinden? Spätestens hier komme ich wieder zurück auf
den ersten Teil, und die Bedeutung des geschlachteten Lammes.
Um noch einmal das Bild von oben aufzugreifen: Genaugenommen geht es um
sehr viel mehr als nur um eine "Neujustierung des Glaubens", um ein
"Auswuchten der Glaubensräder", wenn wir das Kreuz Christi an den
Platz stellen, an den es gehört: In die Mitte des kirchlichen
Lebens und in die Mitte meines persönlichen Glaubens.
Um es klar heraus zu sagen: Wo der gekreuzigte Christus nicht in der
Mitte steht, da kann ich nicht erwarten, dass ich zu diesen
"Überwindern" gehöre. Das menschliche Leben - so schön
es auch manchmal sein kann. Das menschliche Leben wird immer hin- und
hergeworfen von Sorgen, von Not, von Niederlagen und von
persönlicher Schuld. Wie könnte ich Glauben haben, wie
könnte den Glauben behalten - wenn ich mich nicht ganz auf den
gekreuzigten Christus konzentriere? Wenn mein Denken, Fühlen und
Tun da seine Mitte findet? Bei dem, der das alles siegreich
überwunden hat? Für mich überwunden hat?
Deshalb am Schluss eine Frage, die du nur ganz allein in der Stille vor
Gott beantworten kannst: Welche Rolle spielt der Christus in deinem
Leben? Und zwar speziell der gekreuzigte Christus? Steht er in der
Mitte deiner Existenz, hängt an ihm dein ganzes Vertrauen, im
Leben wie im Sterben? Wohl dem, der diese Frage von Herzen mit "Ja"
beantworten kann. Ich wünsche es jedem von uns. Denn wenn du so
antworten kannst, dann ist die Frage nach dem Buch ebenfalls
beantwortet. Ja, dann steht dein Name mit Sicherheit darin. Und das
Beste dabei ist: Er bleibt auch darin stehen, für alle Zeiten.
Denn in diesem "Buch des Lebens" wird nicht radiert und nicht
gelöscht. "Ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden
nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand
reißen." (Johannes 10:28) So sagt Jesus über sie. Und du
kannst dich schon auf den Tag freuen, wenn du vor deinem Herrn stehst,
und er deinen Namen aufruft. "... und sie sangen ein neues Lied: Du
bist würdig, zu nehmen das Buch und aufzutun seine Siegel; denn du
bist geschlachtet und hast mit deinem Blut Menschen für Gott
erkauft..." Amen.
zurück zur Übersicht